Wuppertal

Stadtführer

Wuppertal

Eine Talstadt, geprägt von ihrem Fluss und ihrer Schwebebahn.

Auf einen Blick

Wuppertal entzieht sich einer knappen Beschreibung. Rund zwanzig Kilometer zieht sich die Stadt durch das enge, gewundene Tal der Wupper — eines Flusses, der ihr den Takt und ihr Wahrzeichen gibt: die Schwebebahn, seit 1901 hoch über dem Wasser unterwegs. 1929 wurde die Stadt aus mehreren unabhängigen Städten zusammengefügt; ihre historischen Zentren — Elberfeld im Westen, Barmen im Osten — fühlen sich bis heute wie eigene Orte an, nur eine Bahnfahrt voneinander entfernt.

Wuppertals Charakter ist geprägt von Textilien, Maschinenbau und einer stillen Tradition fortschrittlicher Kultur. Friedrich Engels wurde hier geboren; Pina Bauschs Tanztheater machte Wuppertal zum Begriff im zeitgenössischen Tanz; das Von-der-Heydt-Museum beherbergt eine der großen Kunstsammlungen des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Zwischen alten Industrieziegeln und den bewaldeten Hügeln, die nie weit entfernt sind, ist Wuppertal günstiger, grüner und eigenwilliger als seine größeren rheinischen Nachbarn.

Für alle, die hierher ziehen — wegen einer Uni-Stelle, eines Ingenieursjobs oder schlicht weil die Mieten halb so hoch sind wie in Düsseldorf — zählt die Wahl des richtigen Viertels. Hier ein Leitfaden.

Stadtteile

Vier Viertel, am Tal aufgereiht, jedes mit eigenem Rhythmus.

Elberfeld
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Elberfeld

Das kulturelle Herz, unter und über der Schwebebahn

Elberfeld ist Wuppertals westliches Zentrum und sein urbanstes Gesicht. Der Döppersberg — vor einem Jahrzehnt rund um den Hauptbahnhof neu gebaut — öffnet sich zu Einkaufsstraßen, unter der dahinziehenden Schwebebahn, und dem Luisenviertel: ein engmaschiges Raster gründerzeitlicher Bürgerhäuser voller Bars, kleiner Restaurants, unabhängiger Buchläden und der besten Cafés der Stadt. Der Laurentiusplatz bildet das Zentrum, mit klassizistischer Kirche und Samstagsmarkt. Kultur ist nicht weit — das Von-der-Heydt-Museum, die Oper und kleinere Galerien sind fußläufig erreichbar.

Wer hier wohnt

Studierende, junge Berufstätige, Künstlerinnen, Musiker — alle, die alles zu Fuß erreichen wollen und das Stadtleben schätzen. Die Mieten sind für das Gebotene bemerkenswert moderat.

Highlights

  • Luisenviertel: das Kulturviertel, dicht an Bars, Cafés und Galerien
  • Von-der-Heydt-Museum — eine der großen Kunstsammlungen des 19. Jahrhunderts in Deutschland
  • Laurentiusplatz und Friedrich-Ebert-Straße: das pulsierende Zentrum des Viertels
  • Schwebebahnhaltestellen Hauptbahnhof und Kluse liegen im Viertel
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Briller Viertel
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Briller Viertel

Das gründerzeitliche Villenviertel am Hang

Westlich des Döppersbergs steigt das Gelände an zu einem der schönsten erhaltenen Ensembles aus Gründerzeit und Jugendstil in Deutschland. Das Briller Viertel ist ein abschüssiges Raster aus Stuckvillen, Patrizierhäusern, baumbestandenen Straßen und privaten Gärten — weitgehend unzerstört im Krieg und seither behutsam saniert. Aus manchen Straßen öffnet sich das ganze Tal unter einem.

Wer hier wohnt

Etablierte Familien, Freiberufler, Akademiker — und alle, die wegen der Architektur gekommen und geblieben sind. Die Preise sind die höchsten in Wuppertal, was nach Düsseldorfer oder Kölner Maßstäben noch immer bezahlbar ist.

Highlights

  • Eines der besterhaltenen Ensembles aus Gründerzeit und Jugendstil in Deutschland
  • Hanglagen wie Platzhoffstraße, Luisenstraße und Briller Straße, gesäumt von Villen
  • Zwanzig Minuten zu Fuß ins Luisenviertel; fünf Minuten mit der Bahn zum Hauptbahnhof
  • Nützenberg und Deweerthscher Garten — Wälder direkt oberhalb der Dächer
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Barmen
Wuppertal

Barmen

Die östliche Hälfte mit eigener Stadthalle

Barmen war bis 1929 eine eigenständige Textilstadt und hat sich bis heute seinen eigenen Schwerpunkt bewahrt. Der Werth — eine Fußgängerzone — zieht sich mittendurch, überquert von der Schwebebahn. Die Historische Stadthalle, ein Konzerthaus aus der Jahrhundertwende, gilt als eine der schönsten Deutschlands und trägt bis heute die klassische Saison der Stadt. Der Nordpark erklimmt die nördliche Talflanke; gegenüber krönt der Toelleturm auf den Südhöhen den Blick über die Wupper.

Wer hier wohnt

Familien, Pendler und alteingesessene Barmer, die von Elberfeld nichts wissen wollen. Entspannter, etwas vorstädtischer im Gefühl, mit guten kleinen Läden und türkisch-italienischer Gastronomie rund um den Werth.

Highlights

  • Historische Stadthalle — vielfach als eines der schönsten Konzerthäuser Deutschlands bezeichnet
  • Werth: Fußgängerzone mit Geschäften, Cafés und Wochenmärkten
  • Nordpark und Toelleturm auf den Südhöhen — Talblick und Waldwege
  • Die Schwebebahn verläuft entlang der gesamten Talseite des Viertels
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Vohwinkel
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Vohwinkel

Der westliche Endpunkt der Schwebebahn — und eine Stadt für sich

Vohwinkel liegt am westlichen Stadtrand, wo die Schwebebahn hoch über dem Straßenzug in ihre dramatische Kehrschleife einbiegt — ein Ort, der Bahnfans aus ganz Europa anlockt. Der Altstadtkern rund um den Schwebebahnhof wirkt wie ein Ort für sich: Fachwerk, ein Freitagströdelmarkt, der auf offener Straße stattfindet, begrünte Wohnviertel, eine echte Kleinstadtatmosphäre. Waldorfschule, Waldwege und offenes Land sind gleich um die Ecke.

Wer hier wohnt

Familien und alle, die eine ruhigere, dörfliche Adresse mit direktem Anschluss an die Stadt suchen. Eine der günstigsten guten Adressen Wuppertals.

Highlights

  • Westlicher Endpunkt der Schwebebahn — die berühmte Kehrschleife
  • Historischer Altstadtkern rund um Kaiserplatz und Schwebebahnhof
  • Vohwinkler Trödelmarkt — einer der ältesten Straßenflohmärkte der Region, jeden Freitag
  • Direkte Anbindung mit S-Bahn (S7, S8, S9) und Schwebebahn ins Zentrum
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