Düsseldorf

Stadtführer

Düsseldorf

Eine Rheinmetropole, die Eleganz und entspanntes Leben verbindet.

Auf einen Blick

Düsseldorf trägt seine Eleganz mit Leichtigkeit. Der Rhein schneidet durch das Zentrum, die Altstadt drängt ihre berühmte „längste Theke der Welt“ in wenige mittelalterliche Gassen, und einen Kilometer nördlich reihen sich im Medienhafen Frank Gehrys schiefe Türme gegen Glas und Stahl. Die Stadt ist Hauptstadt Nordrhein-Westfalens, seit jeher Knotenpunkt für Mode, Werbung und japanisches Geschäft — und dabei, fast trotzig, ausgesprochen lebenswert.

Anders als Berlin oder München ist Düsseldorf kompakt und zu Fuß erschließbar. Mit dem Rad durchquert man sie in einer halben Stunde. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter — großbürgerlich, bohème, dörflich-ruhig oder gerade erst angesagt — und der Rhein hält alles zusammen. Zehn Minuten mit der Straßenbahn, und man wechselt von der Jugendstilvilla zur Street-Art-Gasse, vom Sternerestaurant zum Altbier im holzvertäfelten Brauhaus.

Für alle, die hierher ziehen — wegen einer Messe, eines neuen Jobs bei einem der DAX-Unternehmen der Stadt oder einfach wegen des ruhigeren Lebens am Rhein — zählt die Wahl des richtigen Stadtteils mehr als die Quadratmeterzahl auf dem Papier. Hier ein Leitfaden, wo man suchen sollte.

Stadtteile

Vier Ecken der Stadt, jede mit ihrem eigenen Rhythmus.

Oberkassel
Düsseldorf

Oberkassel

Grün, gediegen, links des Rheins

Überqueren Sie die Rheinkniebrücke vom Zentrum aus, und der Rhythmus ändert sich. Oberkassel liegt am linken Ufer in einem Raster breiter, baumbestandener Boulevards, mit der Luegallee als gemächlicher Hauptschlagader. Die Architektur ist überwiegend Gründerzeit und Jugendstil — Stuckfassaden, hohe Decken, Parkettböden, die auf die schönste Art knarren. In der Dämmerung bietet die Rheinpromenade vielleicht das meistfotografierte Motiv der Stadt: die gesamte Silhouette der Altstadt mit Kirchtürmen und Schlossturm im letzten Licht.

Wer hier wohnt

Etablierte Familien, Medien- und Werbeschaffende sowie Expats, die ruhige Morgen und eine kurze Straßenbahnfahrt zur Königsallee schätzen. Nicht günstig — und tut auch nicht so.

Highlights

  • Luegallee: Cafés, italienische Feinkost, unabhängige Buchläden und der Wochenmarkt am Samstag
  • Rheinpromenade mit freiem Blick auf die Altstadtsilhouette
  • Jugendstilvillen, Stuckdecken, hochwertige Sanierungen
  • Die Linien U74 und U75 erreichen die Altstadt in unter zehn Minuten
Wohnungen suchenOberkassel
Golzheim
Düsseldorf

Golzheim

Das Diplomatenviertel am Fluss

Nördlich des Zentrums, dort wo sich der Rhein weitet, liegt Golzheim — eine der unaufdringlichsten Adressen Düsseldorfs. Botschaften und Konsulate säumen die ruhigeren Straßen; die Architektur reicht von stattlichen Bauhaus-Villen der 1920er Jahre bis zur zurückhaltenden Nachkriegsmoderne. Der Nordpark mit einem der schönsten japanischen Gärten Europas liegt am Nordrand, ebenso die Rheinterrasse für Sommerabende.

Wer hier wohnt

Menschen, die ihren Stadtteil ruhig, aber gut angebunden mögen. Ein Favorit japanischer Familien — Düsseldorf beherbergt die drittgrößte japanische Gemeinde Europas, und Golzheim ist einer der Gründe dafür.

Highlights

  • Nordpark mit Japanischem Garten — 36 Hektar Rasen, Skulpturen und Teehäuser
  • Rheinterrasse: Restaurant- und Veranstaltungspavillon aus der Bauhaus-Zeit
  • Zu Fuß zur Messe, zum Aquazoo-Löbbecke-Museum und zum japanischen Viertel an der Immermannstraße
  • U78 und U79 verbinden den Stadtteil direkt mit Zentrum und Flughafen
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Kaiserswerth
Düsseldorf

Kaiserswerth

Ein mittelalterliches Dorf am Rhein

Kaiserswerth ist der älteste Stadtteil Düsseldorfs — älter als die Stadt selbst. Ursprünglich eine klösterliche Siedlung des 8. Jahrhunderts, später eine Kaiserpfalz, deren Backsteinruinen noch heute am Ufer stehen. Das Zentrum ist ein fußläufiges Ensemble aus Kopfsteinpflaster, barocken Bürgerhäusern und einem kleinen Hafen, in dem eine Rheinfähre an einem Seil übersetzt. Florence Nightingale erlernte hier in den 1850ern die Krankenpflege; die Diakonie-Tradition ist bis heute Teil der Identität.

Wer hier wohnt

Familien und alle, die Geschichte, Uferspaziergänge und das Sonntagsfrühstück in einem 200 Jahre alten Café zu schätzen wissen. Zwanzig Minuten von der Altstadt — und fühlt sich doch an wie ein Dorf.

Highlights

  • Kaiserpfalz: die Backsteinruine von Barbarossas Pfalz am Rhein
  • Barocker Marktplatz, im Herzen die Basilika St. Suitbertus
  • Rheinfähre nach Langst-Kierst — fünf Minuten Überfahrt ins offene Land
  • U79 direkt zur Altstadt und zum Hauptbahnhof
Wohnungen suchenKaiserswerth
Medienhafen
Düsseldorf

Medienhafen

Wo Gehry auf den Rhein trifft

Wo sich der Rhein am südlichen Rand der Altstadt biegt, ist der alte Industriehafen zur meistfotografierten Architekturkulisse der Stadt geworden. Frank Gehrys Neuer Zollhof — drei skulpturale Türme aus weißem Putz, rotem Klinker und poliertem Edelstahl — prägt eine Skyline, die inzwischen auch Bauten von David Chipperfield, Steven Holl und Claude Vasconi vereint. Alte Verladekrane stehen als Denkmäler; Lagerhäuser sind zu Agenturen, Loftwohnungen und Restaurants geworden, deren Terrassen über das Wasser zum Rheinturm blicken.

Wer hier wohnt

Kreative, Medien-Führungskräfte, Architekten — und alle, die in einer Postkarte zeitgenössischer Architektur leben möchten. Die Wohnungen sind neuer, hochwertig ausgestattet, oft mit raumhoher Verglasung und Rheinblick — und die Preise spiegeln das.

Highlights

  • Neuer Zollhof: Gehrys drei schiefe Türme — die meistfotografierte Adresse der Stadt
  • Rheinturm: 240-Meter-Aussichtsturm mit Drehrestaurant an der Spitze
  • Restaurants und Bars entlang Speditionstraße und Hafenbecken
  • Zehn Minuten zu Fuß zur Altstadt und zur Königsallee
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